Wir freuen uns über den 2. Platz – gemeinsam mit Oxid Architektur und chaves biedermann Landschaftsarchitekten.
Im Zentrum unserer Herangehensweise stand der Sozialraum: Wie entstehen lebendige Nachbarschaften, die Begegnung ermöglichen und gleichzeitig Raum für Rückzug lassen?
Ausgangspunkt ist die bestehende Struktur – insbesondere die Achgasse, die wir als zentrales Rückgrat zu einem vielfältigen Alltagsraum weiterentwickeln. Entlang dieser entsteht ein klar gegliedertes Gefüge aus öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen. Plätze, Vorzonen und Wege werden zu Trägern des Quartierslebens – mit Raum für Begegnung, Austausch, kleinteiliges Gewerbe und bewusst auch für konsumfreies Verweilen.
Im Quartierherz bündeln sich diese Qualitäten: mit Spielangeboten, gemeinschaftlichen Nutzungen, Café, Co-Working und Kita als sozialem Anker. Ergänzt wird dieses Zentrum durch differenzierte Nachbarschaften mit ruhigen Rückzugsorten, gemeinschaftlichen Gärten und alltagsnahen Treffpunkten in den Erdgeschosszonen.
Der Erhalt prägender Bestandsgebäude stärkt die Identität des Ortes und verankert das neue Quartier in seiner Geschichte. Gleichzeitig fördern klare Adressen, Sichtbeziehungen und gemeinschaftlich genutzte Räume die soziale Interaktion im Alltag. So entsteht ein lebendiges, identitätsstiftendes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität und vielfältigen Möglichkeiten der Aneignung.
Die stadtsoziologische Würdigung des Preisgerichts betont diesen Ansatz: «ein reichhaltiger Beitrag mit sozialräumlichem Potenzial» – das freut uns besonders.